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Erfahrungsberichte

 

Erfahrungsbericht für Clean Way e.V.

 

Die Sucht aus meiner Sicht!

Alles fing an, als ich mein erstes Geld in der Ausbildung verdiente.
Durch Arbeitskollegen die aus der gleichen Stadt kamen begann meine Sucht.
Es war im Herbst 1985 als ich zum ersten Mal der Droge (Haschisch) nahegeführt wurde, die ich ohne Zwang oder Einfluss durch Kollegen geraucht habe.
Zuerst war es nur an den Wochenenden wo wir uns bei einem Kollegen trafen um uns mit einer selbstgebauten Pfeife (aus einer Luftpumpe) zu betäuben.
Am Anfang war alles ganz toll, wir glaubten Helden zu sein was sich aber nicht bestätigte.
Aus den Wochenenden die wir uns am Anfang trafen, wurden schon bald auch die Wochentage zum Kiffen hinzugezogen weil wir nicht so lange warten wollten.
Also wurde fast jeden Tag gekifft. Selbst in der Berufsschule zogen wir uns Pfeifen oder Joints rein, und bekamen nichts mehr auf die Reihe.
Als ich dann 18 Jahre alt war und zum ersten Mal „unter Tage“ war (bin gelernter Berg-und Maschinenmann) mußte ich natürlich auch breit sein, um zu erfahren in dem Zustand mit dem Förderkorb (freier Fall, 860 Meter tief) wie es sich anfühlt, ich kann sagen es war ein sehr komisches Gefühl gemischt aus Angst und irgendwie beklemmend.
Die Jahre vergingen die Lehre vorbei, und war immer noch „unter Tage“ wo ich sagen muß dass ich gutes Geld verdient habe und es ausschließlich für Drogen und Spielautomaten ausgab.
Beziehungen gab es sehr wenige, weil mir die Droge einfach wichtiger war als alles andere.
Dann lernte ich 1992 ein Mädchen im Krankenhaus kennen mit der ich über 4 ½ Jahre zusammen war, die mir trotz allen Bitten ihrerseits das Kiffen ausreden wollte aber es nicht schaffte.
Ich machte mehrere Pausen und kiffte wochenlang und sogar monatelang nicht mehr.
In dieser Zeit hätte ich mir Hilfe suchen müssen, aber tat es nicht, so dass es bald wieder von vorne los ging.
Wir beendeten unsere Beziehung im Mai 1997. War ca. 7-8 Monate allein und kiffte nicht mehr aber dafür habe ich öfter mal zum Glas gegriffen.
Nach einiger Zeit, sprich ein halbes Jahr, bemerkte ich dass es sich nur um eine Suchtverlagerung handelte und beschloss (war fast zum Alkoholiker geworden) nicht mehr zu trinken was mir auch gelang aber dann wieder zum Joint oder Pfeife griff.
Als ich am 31.12.1997 meine jetzige Ehefrau traf habe ich mir gesagt jetzt ist Schluss damit, was sich aber nicht bestätigte.
Ich habe mir zig Mal gesagt „Schluss“, „Ende“, aber es gelang mir aus eigener Kraft einfach nicht.
Einen Tag nach der Hochzeit erfuhr meine Frau von meiner Sucht, sie war natürlich geschockt weil sie vor der Ehe mit einem Alkoholiker leihrt war.
Bin jetzt 37 Jahre alt, habe 20 Jahre Drogen hinter mir und muß mir eingestehen ohne wäre es viel, viel besser gelaufen, aus dem Grunde weil Drogen einen anderen Menschen aus dir machen.
Meine Frau steht voll und ganz hinter mir, ich besuche jede Woche eine Selbsthilfegruppe und gehe auch zum Paargespräch (Drogenberatungsstelle) gemeinsam mit meiner Frau.
Bin jetzt seit April 2005 clean, was nicht so sehr schwer war, nur durchhalten kostet eine Menge Kraft und Nerven.

Wünschte mir nie im Leben Drogen genommen zu haben.

männlich 37 Jahre alt


Als ich damals mit den Drogen anfing, hätte ich nie gedacht, dass ich so tief in die Drogenscene fallen würde.
Ich dachte, ab und zu einen Joint rauchen, wäre nicht so schlimm, allerdings rauchte ich nach kurzer Zeit täglich.
Die Mengen an Cannabis häuften sich.
Ich wollte nur noch breit sein, um meine Probleme für ein paar Stunden zu vergessen.
Durch meinen damaligen Freund, der Speed-und Ecstasy abhängig war, geriet ich schnell auch an die harten Drogen.
Zu dieser Zeit konsumierte ich täglich Speed und Cannabis.
Ich probierte sogar ein paar Mal Ecstasy aus. Nach einiger Zeit fanden meine Eltern raus, dass ich Drogen nahm. Daraufhin durfte ich weder Kontakt zu meinem Freund, noch zu bestimmten Freunden haben. Da ich nicht mehr raus durfte, kam ich an keine Drogen mehr ran. Ich merkte zum ersten Mal, wie es ist, auf Entzug zu sein. 
Meine Eltern gingen mit mir zu einer Drogenberatung. Da es für mich und meine Eltern unangenehm war, darüber zu reden, verdrängten wir dieses Thema. 
Daraufhin lebte ich einige Monate drogenfrei. Da meine Mutter mich immer wieder, auch wenn ich Mist gebaut hatte,vor meinem Vater verteidigte, stritten sie sich immer häufiger wegen mir.
Ich hatte Angst, mit meinen Eltern darüber zu reden, weil ich genau wußte, dass dies wieder zum Streit führen würde. Ich fing an, meine Probleme in mich hineinzufressen und sie mit Drogen zu unterdrücken. Es dauerte nicht lange, bis ich täglich wieder Drogen nahm. Da ich dieses Mal mit den Drogen übertrieben hatte, nahm ich ohne Sport schnell an Gewicht ab. Mein Verhalten änderte sich stark zum Negativen.
Aus diesen und anderen Gründen fanden meine Eltern heraus, dass ich wieder Drogen nahm.
Nach einem Gespräch mit meinen Eltern und deren Vorschlag, eine Entgiftung zu machen, entschloss ich mich zu dieser auch. In den 5 Wochen Entgiftung und Therapie wurde mir bewußt, dass ich meiner Familie und meinen wahren Freunden wehgetan habe. Wenn ich mein Leben noch mal leben könnte, würde ich vieles anders machen.
Das Vertrauen meiner Familie baut sich langsam wieder auf, wo ich froh drüber bin.
Schwach sind nicht die, die nein zu Drogen sagen, schwach sind die Menschen, die drogensüchtig sind.

Genau wie ich es war!

weiblich, 17 Jahre alt


 


Hi,bin männlich,28 Jahre und habe 10 Jahre lang fast alle Drogen genommen die es gibt.
Es fing damals im Alter von 15 Jahren an wo ich das erste mal Haschisch konsumierte!
Mir wurde damals so schlecht davon das ich erst einmal den Rest den ich hatte auf dem Boden zertrat und mir schwor nie mehr zu kiffen aber daraus wurde nix! 
Mein Leben mit Drogen fing nach meinem 18 Geburtstag an,so gut wie jeder den ich kannte nahm Extacy. Also dachte ich, ich könnte es auch mal ausprobieren und tat es auch, erst heimlich und dann in aller Öffentlichkeit, in Discos usw. Wir fühlten uns super und alles war geil dachten wir, doch wir bemerkten nicht wie sich unser Charakter
änderte und nicht zum positiven. Konnten wir ja auch nicht wir waren ja immer High!

Doch der Kick reichte mir nicht und ich bekam den ersten Trip (LSD) und dachte das ist es was ich haben muß, bis zur Love Parade`96. Da hatte ich meinen ersten heftigen Absturz auf LSD! 
Keiner wusste was mit mir los war und ich dachte alle wollen mir was! Ich hatte Verfolgungswahn, alles änderte sich die Umgebung die mir sonst so vertraut war, die Leute mit denen ich sonst soviel Spaß hatte. Wenn mich damals ein „Kollege“ nicht wieder runtergebracht hätte wäre ich wahrscheinlich heute noch auf dem Trip. 
Es dauerte einige Zeit bis ich wieder Vertrauen zu Menschen aufbauen konnte. Alles war fremd nach dem Trip und trotzdem konnte ich die Finger nicht von dem Zeug lassen, machte alles immer schlimmer in meinem Kopf. Aber meine Sucht war soweit das ich mich einfach berauschen musste und stieg wieder um auf Extacy und Speed und setzte das Gehirnzellenmassaker fort! 

Wie genau ich wieder zum kiffen kam weiß ich heute nicht mehr, aber irgendwie kam es dazu und es hat mir gefallen und so setzte ich meine Drogenkarriere fort, in der Woche mit kiffen und am Wochenende mit Mischkonsum.

Sogar in der Berufsschule rauchte ich Pfeife. Wie ich meine Lehre geschafft hab frag ich mich heute noch. Aber es hat geklappt; aber wie gesagt ich merkte nicht wie ich mich veränderte und meine Umwelt mir egal wurde! 
Nach der Lehre wurde ich übernommen aber kurz danach auch wieder entlassen weil mir das feiern wichtiger war. 

Dann lernte ich meine Ex-Frau kennen. Sie kiffte auch und nahm auch andere Drogen! 
Wir koksten, kifften und nahmen andere Drogen bis wir irgendwann merkten das das feiern nicht alles war. Sie schaffte die Lehre nicht und wurde schwanger. Das war die Zeit wo wir aufhörten mit der Chemie und kifften „nur“ noch jeden Tag!                                   

Dann haben wir geheiratet und meine Tochter war da! Ich arbeitete von morgens bis abends um uns was aufzubauen aber gekifft habe ich trotzdem! Dann kamen die falschen Leute in unser Leben und ich kam wieder an Speed und weil man damit so super arbeiten konnte nahm ich es jeden Tag und wurde immer gereizter egal bei was ich ging hoch. Ich hab mich nur noch wie ein Arschloch verhalten zu jedem außer zu meiner Tochter. Sie war alles für mich!

Doch dann trennten sich die Wege von mir und meiner Frau und ich kam nicht klar auf die Trennung von meiner Tochter! Lebte in einer Scheinwelt, verlor meinen Job aber das hatte andere Gründe. Nahm immer mehr Drogen, verkaufte sie! 
Rauchte ein halbes Jahr fast täglich Koks, alles wurde immer schlimmer!
Dann war es soweit. Karneval 2005 wurde ich mit dem Auto geblitzt wurde angehalten und musste zur Blutprobe. Ich wurde als mehrfach vergiftet eingestuft. Hatte zu dem Zeitpunkt MDMA, Amphetamine und THC im Blut. Mir wurde der Lappen abgenommen! Das erste Mal das ich bereit war mit den Drogen aufzuhören!                                                   

Ich suchte eine Selbsthilfegruppe auf! Jetzt bin ich ein halbes Jahr sauber und ich fühle mich super! 
Merke wie es mir jeden Tag besser geht, bekomm wieder mit was um mich herum passiert und habe wieder regelmäßigen Kontakt zu meiner Tochter! Hoffe ich schaffe es sauber zu bleiben denn eines sollte man sich immer vor Augen halten!

Einmal drogenabhängig immer drogenabhängig! Nur man kann mit seiner Sucht arbeiten und clean bleiben!

Aber die Erfahrung mit den Drogen bleibt immer im Kopf! Also Leute denkt dran bleibt „clean“!


 

In meiner Kindheit und in meiner Jugendzeit habe ich immer einen Menschen gesucht, der mich so sieht, wie ich wirklich bin und nicht so, wie ich nach außen scheine, stark, hart, nichts kann mir was! 
Bis ich irgendwann den Menschen das gegeben habe, was sie gesehen haben. Aber daher verlor ich mich auch selbst und zog mich in mich zurück, ich wusste, wer ich war und würde gleichzeitig auch einsam. Es merkte keiner, denn ich sagte niemandem, wie es mir ging, denn ich zeigte ihnen nur das, was sie sahen.

Dann hatte ich Familie und dachte, dass damit auch die Zeit für mich kam, aber sie kam nicht, es kam so weit, dass ich fast explodierte, aber das ging nicht, ich musste ja stark sein.
Dann kam die Droge, sie gab mir das, was ich wollte, innere Ruhe, aber das war nur Selbstbetrug, denn das Problem habe ich nur verdrängt. Die Droge hatte gewonnen. Ich verletzte viele Menschen, die ich liebte und zerstörte mich selbst. Ich habe viel verloren durch die Droge, fast auch mein Leben.
Nach zwei Selbstmordversuchen und zwei Kindern, die ich enttäuscht habe, habe ich endlich einen Menschen gefunden, der mich so sehen will, wie ich bin. Nun habe ich Probleme, dass die Droge mich so zerstört hat dass ich nicht mehr auf der Suche nach einem Menschen bin,sondern auf der Suche nach meinem Ich.
Ich bin jetzt über ein Jahr clean und suche immer noch! Ich hoffe, dass mir die Menschen, die ich auf Droge verletzt habe, verzeihen können. Das Leben hat mir schon zwei Chancen gegeben, eine dritte werde ich wahrscheinlich nicht mehr bekommen, deshalb musste ich jetzt lernen, zu “ reden“, ich lerne heute noch, aber es ist schön. 
Es gibt so vieles, was das „ Nichtreden „ und die Droge mir genommen haben! Meine Mutter und mein Vater sind tot, ich würde so gerne noch ein einziges Mal mit ihnen reden, das sagen, was noch nicht ausgesprochen wurde, nur weil ich stark sein wollte, es brauchte nicht viel Zeit dafür, zu sagen „ Ich liebe euch“ braucht nicht lange. Nur die Zeit werde ich nie mehr bekommen und das wünsche ich keinem. Darum sage ich „ keine Droge mehr“. Ich habe schon genug Schmerz in meiner Seele, die ich bis ans Ende mit mir tragen werde!
Das Leben ist kurz, aber schön, aber nur, wenn man clean ist und redet mit den Menschen, die man liebt und von denen man geliebt wird. ( Kinder, Frau, Freunde ). männlich, 39

---------------------------------------------------------------------------------- Suche nach Wegen aus der Sucht   

 

Von unserer Redakteurin Sabine Kroy | 25.01.2007, 16:25 Geilenkirchen.

Jede Frau, die hier landet, hat ihre eigene schlimme Geschichte zu erzählen. Alexandra Wachtel (Name geändert) brauchte nicht lange, um das herauszufinden. Auch sie selbst trägt Altlasten aus ihrer Kindheit, ihrer Jugend mit sich herum. Was genau passiert ist, darüber schweigt sie sich aus. 

Nur so viel: Als meine Mutter das erste Mal mit uns ins Frauenhaus geflohen ist, war ich vier Jahre alt, erinnert sich die heute 29-Jährige aus Geilenkirchen. 
Uns, das waren ihr Bruder und sie. Ihr Bruder ist heute noch drogenabhängig, Alexandra Wachtel hat vor knapp drei Jahren den Sprung aus dem Verderben geschafft. Heute besucht sie regelmäßig die Selbsthilfegruppe von «Clean Way», die es in Hückelhoven und in Gangelt gibt, um über ihr Leben, ihre Sucht, ihr Verlangen nach dem Breitsein zu sprechen, aber auch anderen zuzuhören. Dass sie selbst mal süchtig wird, damit hat wohl als allerletzte Alexandra Wachtel gerechnet. 

Die Kindheit der 29-Jährigen kennzeichneten besonders zwei Merkmale: 
Zuerst psychische Gewalt im Elternhaus, später die Zeugen Jehovas mit all ihren Verboten (keine Disco, keine Politik, kein Sex vor der Ehe, kein Alkohol, keine Bluttransfusionen), zu denen ihre Mutter sie schon als Grundschülerin mitnahm.

Als ich in die Pubertät kam, wurde mir bewusst, dass ich das Leben der Zeugen Jehovas nicht führen kann und will, hatte Wachtel andere Vorstellungen von ihrem Leben.
Ob es darum ging, alles nachzuholen oder einfach um Neugierde, vermag sie heute nicht mehr zu sagen, doch kurz nach ihrem Austritt aus der Glaubensgemeinschaft kam die junge Frau in Kontakt mit illegalen Drogen.

Mit 18 Jahren habe ich angefangen, Gras zu rauchen, gibt die gelernte Kauffrau für Bürokommunikation unumwunden zu und hält mit ihrer Meinung über Haschisch und Gras nicht hinterm Berg: 
THC ist die schlimmste Droge überhaupt.
Es wird total unterschätzt, aber es ist die Einstiegsdroge schlechthin. Deshalb spricht sich Wachtel auch klar und deutlich gegen eine Legalisierung weicher Drogen aus. Denn Cannabis mache psychisch stark abhängig, der Konsum könne Psychosen und Angstzustände zur Folge haben. 
Ich kenne sehr viele, die diese Störungen nur mit Medikamenten in den Griff bekommen. Bei Wachtel blieb es nicht lange beim Gras rauchen, schnell kamen Speed und Pep (illegal produziertes Amphetamin) sowie Psilocybin-Pilze hinzu. Aus gelegentlichen Joints wurden tägliche, Minimum 1,5 Gramm am Tag, damals kosteten die 20 Mark; aus ersten zaghaften Experimenten mit den Amphetaminen wurden regelmäßige Einnahmen.
Ich hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass ich ein Problem hatte, beschreibt die 29-Jährige den schleichenden Weg in die Sucht. 
Zu dieser Zeit hat sie ihr Leben auch noch ohne Schwierigkeiten meistern können. Sie arbeitete tagsüber in einer Firma als Sekretärin, abends putzte sie, kellnerte oder schrieb Briefe nach Diktat. Und in ihrer Freizeit nahm Alexandra Wachtel eben Drogen. Ich habe mehr oder weniger zehn Jahre in meiner Wohnung verbracht, schüttelt die junge Frau heute den Kopf über die vertanen Jahre. Obwohl ihr die Arbeit immer das Wichtigste war, verlor sie ihren Job nach einer Aussprache mit dem Chef - wegen ihrer Sucht.
Die 29-Jährige beschreibt ihren damaligen Zustand: Zu der Zeit habe ich morgens schon Pep genommen, mittags Ecstasy, und zwischendurch habe ich Gras geraucht, um von den anderen Drogen wieder herunterzukommen. Ich war echt fertig.
Die Folge waren nicht nur Kreislaufzusammenbrüche, sondern auch eine völlig vereiterte Zunge und eine bedrohliche Gewichtsabnahme auf 48 Kilogramm bei einer Größe von 1,71 Meter. Mein Freund fand das toll, der wollte immer, dass ich dünner bin, so dass neben der Drogen- auch eine Magersucht drohte. 
Zwei bis drei Jahre - ganz genau kann Alexandra Wachtel den Zeitraum nicht abstecken - ging das so. Bis sie auf eine Praktikantin von «Clean Way» traf, die die Situation sofort erkannte. Und zu erkennen war Alexandra Wachtels Drogensucht zu diesem Zeitpunkt auf den ersten Blick: Meine Haut war furchtbar, ich hatte Augenringe, mein Gesicht war eingefallen, ich war ganz blass und körperlich überhaupt nicht mehr belastbar. Ihre Entgiftung hat sie in den Gangelter Einrichtungen erfolgreich hinter sich gebracht, darauf folgte eine Unterbringung in einer Klinik für drogen- und essgestörte Frauen. 
Um die Abstinenz zu unterstützen, besucht die 29-Jährige heute wöchentlich «Clean way». Illusionen macht sich Alexandra Wachtel allerdings keine: Süchtig bleibt man ein Leben lang.

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Jubiläum


Am Samstag den 15. September 2006 feiern in Hückelhoven die Mitglieder von Clean Way e.V.       

10 jähriges Bestehen.

Was ist Clean Way e.V.??

Wir sind eine Selbsthilfegruppe für Konsumenten illegaler Drogen.
Dabei sind auch Konsumenten anderer Suchtmittel herzlich willkommen.
 
Mit Hilfe der Caritas Drogenberatungsstelle Hückelhoven gründete Herr Gonstalla zusammen mit seiner Frau im Sommer 1996 diese längst dringend benötigte Selbsthilfegruppe.

Clean Way e.V. dient sowohl abstinenzwilligen Drogenkonsumenten als auch ihren Angehörigen als Hilfe zur Selbsthilfe.

Bei unseren regelmäßig stattfindenden Treffen werden Probleme, die ein Abhängiger auf dem Weg in ein drogenfreies Leben zu bewältigen hat, besprochen.

Sei es, angefangen bei den ersten Schritten nach einem Klinikaufenthalt, Rückfallprophylaxe, ein regelrechtes Leben aufzubauen und zu gestalten, oder seien es Alltagsprobleme, Beziehungsprobleme, soziale Probleme, Frustrationen und aufkommender Suchtdruck .
Auch beraten wir in Angelegenheiten zur Wiedererlangung des Führerscheins.

Wir möchten mit Hilfe zur Selbsthilfe den Weg zurück in ein wieder lebenswertes Leben unterstützen.    

Voraussetzung zur Teilnahme an den Gruppensitzungen ist unbedingt „cleanes“ Erscheinen.
Dies bedeutet, keine Drogen, kein Alkohol und keine Medikamente mit Suchtpotenzial.
Bei Substitutionsbehandlungen mit z.B. Methadon ist die Teilnahme nur nach Absprache möglich.

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